Degus sind aktive, soziale Tiere mit hohen Ansprüchen. Falsche Haltungsbedingungen führen zu Stress, Krankheit und verkürzter Lebensdauer. Dieser Ratgeber zeigt dir, was deine Degus wirklich brauchen – basierend auf den TVT-Empfehlungen.
Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) hat Mindestmaße für die Degu-Haltung definiert. Wir empfehlen mindestens +50 % auf diese Mindestmaße, damit deine Degus wirklich artgerecht leben können.
| Tierzahl | TVT-Mindestmaß Grundfläche / Höhe |
Unsere Empfehlung (+50%) Grundfläche / Höhe |
Hinweis |
|---|---|---|---|
| 2 Tiere | 100×50 cm / 80 cm | 150×75 cm / 120 cm | Absolutes Minimum – besser mehr |
| 3 Tiere | 110×55 cm / 80 cm | 165×80 cm / 120 cm | Pro Tier +10% Grundfläche TVT |
| 4 Tiere | 120×60 cm / 100 cm | 180×90 cm / 150 cm | Empfohlene Gruppengröße |
| 5 Tiere | 130×65 cm / 100 cm | 195×100 cm / 150 cm | Auch für Nachwuchs geeignet |
| 6 Tiere | 140×70 cm / 120 cm | 210×100 cm / 180 cm | Große Gruppe braucht viel Struktur |
Quelle der Mindestmaße: TVT Merkblatt für Octodon degus. Unsere Empfehlung: +50% auf alle Maße für wirklich artgerechte Verhältnisse. Grundfläche = Länge × Breite.
Handelübliche Hamster- oder Kleintier-Käfige sind für Degus völlig ungeeignet – zu klein, zu niedrig, kein Buddelraum.
Degus brauchen vor allem Fläche – lieber länger und breiter als hoch! Laufen, Springen und Buddeln steht vor Klettern. Mehrere Ebenen sind ein netter Bonus, ersetzen aber keine Grundfläche.
Mind. 15–20 cm tiefe Einstreu im Bodenteil ermöglicht natürliches Graben und Tunnelbauen.
Geschlossene Lauffläche, keine Stäbe! Degus laufen täglich mehrere Kilometer.
Chinchilla-Sand – kein Sand aus dem Baumarkt! Trocken hält das Fell und die Haut gesund.
Rückzugsorte für jeden Degu – auch innerhalb einer Gruppe braucht jedes Tier seinen Platz.
Natürliche, unbehandelte Äste von ungiftigen Bäumen (Apfel, Birne, Weide).
Hanfstreu, Buchenspäne oder Kokusfaser – staubarm und saugfähig.
Heu ist das wichtigste Futter – immer und unbegrenzt verfügbar.
Separater tiefer Bereich (30+ cm) für intensives Graben und Tunnelbauen.
Naturkorktunnel sind ideal – ungiftig, bissfest und sehen gut aus.
Stabile Holzbrücken und echte Äste zwischen den Ebenen. Keine Seile oder Schwingstäbe – Degus können sich mit Krallen darin verfangen!
Versteckte Leckereien im Wühlmaterial fördern die natürliche Nahrungssuche.
Degus schlafen gerne zusammen – gemeinsame Schlafplätze fördern den Zusammenhalt.
Ein flacher Heizstein zum Wärmen und zur natürlichen Krallenabnutzung.
Ideal: 18–22 °C. Über 28 °C wird für Degus lebensgefährlich (Hitzschlag). Zugluft vermeiden.
Max. 50–60 % relative Feuchte. Zu feucht fördert Schimmel im Gehege und Atemwegserkrankungen.
Natürliches Tageslicht, aber kein direktes Sonnenlicht auf das Gehege (Überhitzung!). Degus brauchen einen natürlichen Hell-Dunkel-Rhythmus.
Ruhiger Standort – kein Dauerlärm, keine laute Musik, keine ständigen Erschütterungen. Degus sind sensibel für Stress.
Das Gehege nicht direkt vor Fenstern, Türen oder Klimaanlagen aufstellen. Kalte Zugluft ist ein häufiger Krankheitsauslöser.
Das Gehege dort aufstellen, wo es zum Alltag gehört – so wird die Interaktion zur Gewohnheit und die Tiere werden zahmer.
Degus brauchen nicht nur Platz – sie brauchen Gesellschaft, Beschäftigung und Abwechslung.
Degus leben in der Wildnis in Gruppen von bis zu 100 Tieren. Einzelhaltung ist Tierquälerei und in manchen Ländern bereits verboten. Mindestens zwei Tiere, besser drei oder vier.
Gleiche Gruppen (z. B. ausschließlich Weibchen oder ausschließlich Männchen) laufen sich am wenigsten in Konflikte. Gemischte Gruppen ohne Kastration führen unweigerlich zu unkontrollierter Vermehrung.
Beim Einzug eines neuen Tieres immer langsam eingewöhnen: Quarantäne, Duftaustausch, neutrale Begegnung in einem neuen Freilaufraum, dann erst gemeinsames Gehege.
Mind. 30 Minuten in einem gesicherten, degu-sicheren Raum. Kabel, Giftige Pflanzen, Löcher – alles sichern!
Leckerli im Einstreu verstecken aktiviert den natürlichen Futtersuchinstinkt.
Neue Äste, andere Positionierung der Häuschen aktiviert die Neugier der Tiere.
Degus kann man kleine Tricks beibringen. Tägliche Interaktion fördert Vertrauen und geistige Gesundheit.
| Aufgabe | Häufigkeit | Hinweis |
|---|---|---|
| Futterreste entfernen | Täglich | Schimmelbildung und Keime vermeiden |
| Wasser wechseln | Täglich | Trinksystem wöchentlich reinigen |
| Sandbad tauschen | 1–2× pro Woche | Oder wenn es feucht/verschmutzt ist |
| Teilreinigung Einstreu | Wöchentlich | Nasse/verschmutzte Stellen entfernen |
| Kompletter Einstreuwechsel | Alle 4–6 Wochen | Komplette Grundreinigung des Geheges |
| Desinfektion Gehege | Alle 3–6 Monate | Nur tiersichere Desinfektionsmittel! |
Mit Mein Degu behältst du den Überblick über Gesundheit, Gewicht, Ernährung und alle Termine deiner Tiere.
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